
Nachtgold
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Frankfurt bei Nacht
wenn der Himmel wieder bleigrau hängt. Zu viel im Kopf, zu wenig Schlaf, bis der Morgen in Stille versinkt.
Ich hab zu viel gesehen, zu viel gefressen, zu viel gelassen im Dreck.
Zu viel von mir selbst verraten, bis ich den eigenen Schatten nicht mehr check.
Ich kenn die Leere, die nichts mehr wärmt, wenn der Rausch am Ende fällt.
An Hedonie wie frostiger Beton, der sich um jedes Gefühl noch legt.
Depressionen wie ein Winter ohne Farbe, nur mit nassem Gewicht.
Psychosen flackern an den Rändern, Schizophrenie macht aus Blicken Licht.
Speed im Blut, Koks im Kopf, Alkohol als letzter Rest von Flucht.
Doch die eigentliche Krankheit war nie nur der Stoff, es war die Wucht.
Frankfurt, Offenbach, Taunus, Schwalbach, die Nacht hier kennt kein Pardon
Hier lernst du früh, dass Freundlichkeit oft nur ein anderes Wort für verloren ist
Ich hing mit Leuten, die aus Schmutz ihr eigenes Gesetz gebaut
Und merkte viel zu spät, wie schnell man sich in falsche Loyalität verhackt und staut
Nicht jeder Krieg in mir begann erst mit Chemie, mit Rausch, mit Glas
Ein Teil von meiner Härte kam aus Kindheit, aus Angst, aus altem Hass
Ich wollte nie der sein, vor dem man später leise die Türen schließt
Doch je lauter ich mich werte desto mehr hab ich gesp wie man an sich selbst zerbricht und flieht Und wenn der Morgen kommt bleibt nicht nur Schmutz zur Sondern Gesichter den ich wehtat und ein viel zu scharfes St von Wahrheit
Das mich packt, wenn die Nacht ihren Lärm verliert
Ich bin nicht frei, nur weil mein Kopf sich im Getöse selbst verliert
Ich schäme mich nicht dafür, dass ich mal zu viel getrunken hab
Ich schäme mich nicht für den Soft, nicht für das weiße Pulver, nicht für den Rauch
Ich schäme mich dafür, dass ich mich selbst verlor und andere bluten ließ vor Wut
Ich schäme mich für die Gewalt, die ich hinterlassen hab, für alles, was ich tat
Ich schäme mich nicht für die Nächte, nicht für den Lärm, nicht für den Rausch
Ich schäme mich für die Kälte in mir drin, für das, was ich aus Liebe mache
Und wenn ich sag, ich bin ein Mann, dann frage ich mich dabei
Wem bring ich Frieden bei, wenn in mir selbst nur Krieg doch bleibt
Ich hab gelernt, dass Härte oft nur Angst ist, gut verkleidet und geschniegelt
Dass man sich in falsche Kreise flüchtet, weil der innere Abgrund sonst zu laut wird und zu zivilisiert zu schiebt
Da saßen Gauner, echte Schatten, organisierte Kälte am Rand
Und ich tat, als wär das mein Zuhause, obwohl ich längst die Richtung nicht verstand
Speed zog ich nicht für Spaß, ich zog es, weil die Stille mich zerschnitt
Weil in mir ein Motor lief, der ohne Dämpfer alles niedertritt
Derselbe Motor, der mich früher auf die größten Ochsen losgehen ließ
Bis aufs Blut, bis ich selber liegen wollte, nur damit mein Kopf kurz Frieden kriegt
Ich ging auf Jochbein, auf Augenhöhle, nicht weil das heldenhaft erschien
Sondern weil die Wut in meinem Schädel jede Form von Vernunft überzog
Wie Giftgas im Benzin
Und ja, ich weiß genau, was ich da tat und gerade das macht's so schwer
Ich war nicht blind vor Schmerz, ich war bewusst und trotzdem völlig leer
Ja wenn die D in mir tobten war ich enthemmt auf Kollisionskurs Kein fairer Fight kein Ehrenkodex nur Zerst als verzerrter Fluchtimpuls Ich k nicht fair ich k dreckig Ich k mit Dingen die ich fand Weil ich die Welt als ungleich sehe Und in meiner Nacht kein Ma stand
Und wenn der Puls nach oben schießt
Wird jedes Zimmer eng
Dann sieht selbst ein fremdes Lachen aus
Wie ein Urteil, das mich hängt
Ich fühl mich nicht verfolgt
Ich fühl mich nur zu oft in mir gefangen
Und jede alte Narbe zieht mir wieder neue Schatten auf die Wangen
Ich schäme mich nicht dafür, dass ich mal zu viel getrunken hab
Ich schäme mich nicht für den Suff
Nicht für das weiße Pulver
Nicht für den Rauch
Ich schäme mich dafür, dass ich mich selbst verlor und andere bluten ließ vor Wut
Ich schäme mich für die Gewalt, die ich hinterlassen hab, für alles was ich tat
Ich schäme mich nicht für die Nächte, nicht für den Lärm, nicht für den Rausch
Ich schäme mich für die Kälte in mir drin, für das was ich aus Liebe mache
Und wenn ich sag ich bin ein Mann, dann frag ich mich dabei
Wem bring ich Frieden bei, wenn in mir selbst nur Krieg noch bleibt
Ich bin Vater von zwei Kindern und das Wort wiegt schwerer als mein Stolz
Weil ich mich frag, ob ich ihnen Halt geb oder bloß die Reste von falschem Stolz
Ob ich ihnen etwas hinterlass, das mehr ist als ein Name mit zu viel Druck
Oder ob sie später lernen müssen, wie man Scherben aufhebt Stück für Stück
Ich hab ne Schwester und ich weiß, wie sehr man Liebe weiter schenken will
Doch ich wusste früh, den Onkel, den ihr Kind verdient, den gab ich hier nicht still
Bevor ich Papa war, war ich schon Onkel und dieses Wissen war kein Trost
Es war ein stiller Grabstein in mir drin, ein Satz, der blieb und nie mehr los, ging bloß
Dann steht da meine Nichte, schaut mich an, als wär Zukunft etwas helles
Und ich merk, wie wie brüchig noch bin, wenn ich versuch zu sein, was zählt und was ich fälsche
Ich will nicht, dass sie mich als Warnung sieht, nicht als bröckelnde Gestalt
Doch manchmal fühl ich mich wie jemand, dessen guter Wille längst im Nichts verhalt
Und gleichzeitig sitz ich in mir drin mit meinen Ängsten, meinen Fragen, meinem Schweigen
Denn Depression Psychosen Schizophrenie Haben mir beigebracht mich lieber zu verneigen Vor jedem Blick vor jedem Schritt vor jedem Raum In dem man mich erkennt Weil soziale Angst ein zweites Gef ist wenn man sich selbst nicht mehr benennt Ich war zu lang der der nur funktioniert wenn alles innerlich zerf
Und hab so oft geglaubt, dass Stärke heißt, dass niemand merkt, wie schnell man fällt
Vielleicht reicht es nicht, dass ich es weiß
Vielleicht muss ich es tragen, bis es schwer genug wird, um mich wach zu halten
Nicht als Ausrede, als Verantwortung
Damit ich nicht wieder glaube, Zerstörung sei eine Form von Macht
Vielleicht reicht es nicht, dass ich es weiß
Vielleicht muss ich es tragen, bis es schwer genug wird, um mich wach zu halten
Nicht als Ausrede, als Verantwortung
Damit ich nicht wieder glaube, Zerstörung sei eine Form von Macht
Ich will nicht reden wie ein Mann, der seine
Ich will nicht reden wie ein Mann, der seine
Der ist ein Nix, der ist ein Nix, der ist ein Nix
Ich will nicht reden wie ein Mann, der ist einer
Ich will nicht reden wie ein Mann, der ist einer