
March Of Ravens
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Die Nacht war noch dieselbe,
doch nichts war mehr wie zuvor.
Der Wolf stand wach im Dunkel,
der Rabe sah nach Nord.
Und tief unter schwarzen Wassern
zog sich etwas durch das Meer.
Die Drei waren erwacht.
Doch niemand wusste,
wofür.
Am Morgen stieg Rauch über die Berge,
weit hinter Tälern, grau und schwer.
Auf alten Wegen lagen Spuren,
doch niemand kam von dort zurück.
Der Rabe sah Feuer hinter den Mauern,
der Wolf roch Eisen in der Luft.
Und tief unter ihnen begann sich zu regen,
was lange geschwiegen
und niemand gerufen hat.
Noch gingen keine Trommeln.
Noch.
Der Rabe zog Kreise.
Der Wolf hob den Blick.
Tief unter den Wassern
kam die Schlange zurück.
Ein Schritt.
Noch einer.
Und etwas in ihnen
wurde kalt.
Die Drei ziehen los.
Nicht für Kronen.
Nicht für Gold.
Der Wolf trägt Zorn
durch schwarze Täler.
Der Rabe sieht,
was niemand sehen soll.
Und tief unter dunklen Wassern
zieht die Schlange mit.
Kein König ruft sie.
Kein Banner führt sie.
Die Drei ziehen los.
Und mit jedem Schritt
wird es stiller.
Sie kamen an Dörfern vorbei,
in denen kein Feuer mehr brannte.
An Türen,
die offen im Morgen standen.
Kein Lied lag mehr über den Feldern.
Kein Kind lief hinaus auf den Weg.
Nur Spuren im Schlamm.
Nur Rauch über Dächern.
Nur Zeichen von Menschen,
die glaubten,
alles könne knien.
Der Wolf blieb stehen.
Der Rabe schwieg.
Und draußen im Meer
hob sich langsam
der Rücken der Schlange.
Keiner sprach ein Wort.
Es brauchte keines.
Der Wolf ging weiter.
Der Rabe folgte.
Und unter ihnen
begann die Tiefe zu beben.
Die Drei ziehen los.
Nicht für Kronen.
Nicht für Gold.
Der Wolf trägt Zorn
durch schwarze Täler.
Der Rabe sieht,
was niemand sehen soll.
Und tief unter dunklen Wassern
zieht die Schlange mit.
Kein König ruft sie.
Kein Banner führt sie.
Die Drei ziehen los.
Und mit jedem Schritt
wird es dunkler.
Je weiter sie gingen,
desto schwerer der Himmel.
Je näher sie kamen,
desto kälter der Wind.
Bald hörten sie Trommeln
hinter den Bergen.
Nicht ihre.
Noch nicht.
Der Wolf zeigte die Zähne.
Der Rabe stieg höher.
Und tief unter schwarzen Wellen
zog sich ein Schatten
gegen das Land.
Sie waren nicht gekommen,
um Kronen zu tragen.
Nicht um Fahnen
über Mauern zu schlagen.
Der Wolf wollte keinen Thron.
Der Rabe kein Reich.
Und die Schlange
keinen Namen im Stein.
Doch vor ihnen
standen jene,
die glaubten,
alles müsse knien.
Der Wolf knurrte tief.
Der Rabe wurde still.
Und irgendwo
unter schwarzem Wasser
öffnete die Schlange
ihre Augen.
Ein Schritt.
Ein Schlag.
Noch ein Schritt.
Noch ein Schlag.
Der Wind wird schwer.
Die Luft wird kalt.
Die Drei gehen weiter.
Die Drei ziehen los.
Jetzt ohne Zögern.
Jetzt ohne Blick zurück.
Der Wolf trägt Zorn
durch schwarze Täler.
Der Rabe zieht
über seinem Schritt.
Und tief unter brechenden Wassern
kommt die Schlange näher.
Kein König ruft sie.
Kein Banner führt sie.
Die Drei ziehen los.
Und vor ihnen
wartet der Krieg.
Vor ihnen brennen Feuer.
Hinter den Mauern
schlagen Trommeln.
Der Wolf bleibt stehen.
Der Rabe setzt sich
über ihm nieder.
Tief unter schwarzem Wasser
öffnet die Schlange
ihre Augen.
Niemand sagt ein Wort.
Es braucht keines.
Vor ihnen
wartet die Schlacht.
Und diesmal
werden die Drei
nicht umkehren.